Verlust der Sehkraft

Was es bedeutet, mit absoluter Blindheit zu leben, ist für Menschen mit Sehkraft kaum beschreib- oder vorstellbar. Auch wenn sie sich die Augen verbinden und längere Zeit so leben würden, ist die Gewissheit da, dass jederzeit – wenn nötig – die Augenbinde abgenommen werden kann.

Welche Auswirkungen ein Sehverlust im Allgemeinen hat, steht eng mit dessen Eintreten – ob in jungen, mittleren oder erst in späteren Jahren – in Verbindung. Je früher er erlebt wird, umso leichter kann sich der Betroffene im Allgemeinen auf sein Leben mit dieser Einschränkung / Behinderung einstellen.

Von einer Sehbehinderung spricht man dann, wenn das Sehen um einen gewissen Grad beeinträchtigt ist und wenn diese Beeinträchtigung dauerhaft ist.

Schweregrade einer Sehbehinderung

Einstufungen nach dem Berufsverband der Augenärzte in Österreich und Deutschland:

  • Sehbehinderung: Bis zu einer maximalen Sehschärfe (Visus) von 0,3 auf dem besseren Auge
  • Hochgradige Sehbehinderung: Bis zu einer maximalen Sehschärfe (Visus) von 0,05 auf dem besseren Auge
  • Blindheit: Bis zu einer maximalen Sehschärfe (Visus) von 0,02 auf dem besseren Auge
  • Amaurose: Keinerlei Lichtwahrnehmung und optische Reizverarbeitung mehr vorhanden

Auch eine Einschränkung des Gesichtsfeldes auf weniger als 5 Grad gilt als Blindheit.

Als weitere Formen gelten die partiell-funktionale Sehbehinderungen, dazu zählen die Farben- und Nachtblindheit. Zusätzlich fallen unter den Begriff der Sehbehinderung auch bestimmte Symptomatiken bzw. Erkrankungen, auch wenn sie nicht den gesetzlichen Kriterien entsprechen. Dies sind beispielsweise Doppelbilder, Halbseitengesichtsfeldausfälle, Blickparesen, …

Die Begegnung mit Betroffenen

Es gibt keine allgemeinen Kriterien für eine Sehbehinderung, wirklich jede einzelne ist absolut individuell und hat so auch andere Auswirkungen. Auch bei einer ähnlichen Diagnose, können die Folgen für den Betroffenen sehr unterschiedlich sein. Durch diese unterschiedlichen Außwirkungen wird eine Sehbehinderung von Außenstehenden oftmals nicht gleich erkannt oder richtig eingeschätzt. In sehr vielen Fällen haben Betroffene sogar mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, da sie vielfach von Menschen, die sich mit diesem Thema nicht auskennen, missverstanden und im schlimmsten Fall sogar als Simulanten betitelt werden.

Hätten Sie gewußt, dass ein sehbehinderter Mensch in manchen Fällen nichts sehen kann und Hilfe benötigt und an manch anderer Stelle scheinbar normal sehen kann?

Dies löst bei vielen Unverständnis aus und besitzt dennoch in den meisten Fällen pathologischen Charakter. Ein Mensch mit Tunnelblick verfügt über ein sehr eingeschränktes Gesichtsfeld, kann sich dadurch schlecht orientieren und ist auf einen Blindenstock angewiesen Sie könnten genau diesen Menschen (mit Blindenstock unterwegs) auf der Parkbank sitzen und Zeitung lesen sehen.

Eine weitere, oft nicht bedachte Tatsache ist, dass das Sehvermögen auch in Zusammenhang mit der Tagesform des Betroffenen steht. Wievielen Anstrengungen oder unterschiedlichen Lichtverhältnissen waren die Augen bereits ausgesetzt? Dies erklärt mitunter, warum sich ein sehbehinderter Mensch nicht immer gleich bzw. nicht wie gedacht verhält.

Kenntlichmachung einer Sehbehinderung

Die typischen Erkennungsmermale sind Blindenstock und gelbe Armbinde. Das darauf befindliche Symbol, bestehend aus drei im Dreieck angeordneten schwarzen Punkten auf gelbem Grund, ist schon sehr lange gebräuchlich hat sogar zwei Bedeutungen inne. So heissen zwei Punkte oben und ein Punkt unten -> „sehbehindert oder blind“ und ein Punkt oben und zwei Punkte unten -> „hörbehindert oder gehörlos“.

Für ein selbstbestimmtes Leben und einer damit einhergehenden Teilnahme am öffentlichen Leben, spielt besonders im Straßenverkehr die Armbinde eine wichtige und der Blindenstock die zentrale Rolle. Der weiße Langstock ist das wichtigste Hilfsmittel für für seheingeschränkte und blinde Menschen. Obwohl dieser weiße Stock von essentieller Bedeutung ist, gab es die letzten Jahrzehnte kaum eine Innovation.

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